Geschichte
der Interventionsstreitkräfte

Am 1. Dezember 1948 erhielt das 1. Armeekorps den Namen "Corps de Bataille". Der Kommandierende General dieses Korps war zugleich Oberbefehlshaber der Belgischen Besatzungskräfte mit seinem Hauptquartier in Bonn.
Bereits im Oktober 1949, als Bonn provisorische Hauptstadt Deutschlands wurde, verlegte dieses Kommando an den neuen Standort Weiden-Lövenich an den Westrand von Köln.
Im Jahr 1951 wurde das "Corps de Bataille" erneut umbenannt und erhielt wieder die Bezeichnung "Armeekorps".
Während die 2. Division in die Reserve überging, wurden die 16. Panzerdivision im Februar 1951 und die 4. Infanteriedivision Anfang des folgenden Jahres aufgestellt.
Seit 1954 übt der Kommandierende General des 1. Armeekorps zugleich die Befugnisse des Oberbefehlshabers der Belgischen Streitkräfte in Deutschland aus.
Ab 1956 umfaßte das 1. Armeekorps nur noch 2. Division und zwar die 1. Infanteriedivision und die 16. Panzerdivision mit ihren anteiligen Kampfunterstützungs- und Logistiktruppen. Für die Stationierung der sogenannten "Deckungstruppen" (Troupes de Couverture) wurde der belgische Einsatzraum um den Untersektor Kassel erweitert. AB 1960 wurden die 1. Infanteriedivision und die 16. Panzerdivision zu mechanisierten Divisionen vom Typ "LANDCENT" umgegliedert.
Im Jahr 1969 gehörten zum 1. Armeekorps noch zwei Divisionskommandos, drei Panzerinfanteriebrigaden, eine Panzerbrigade und die Korpstruppen. Die Deckungstruppen und der Untersektor Kassel wurden aufgelöst.
Beginn der siebziger Jahre wurden im Rahmen der Umgliederung des 1. Armeekorps der Stab der 1. Division nach Verviers, die 7. PzInfBrig nach Marche-en-Famenne und die 1. PzInfBrig nach Leopoldsburg verlegt. Die Rückverlegung dieser Großverbände nach Belgien war 1980 abgeschlossen.
Seit 1988 führen die Belgischen Streitkräfte eine ihrer umfassendsten Umstrukturierungen durch. Dazu gehören die Abschaffung der Wehrpflicht 1993, die Reduzierung der Streitkräfte, die Auflösung von Verbänden und der Abzug von Verbänden aus Deutschland.
Am 1. Januar 1995 geht der Stab des 1. Armeekorps über in das Kommando der Interventionsstreitkräfte, dem die 1. mechanisierte Division und die Brigade Para Cdo (Fallschirmjägerbrigade) unterstehen.
Das Kommando der Interventionsstreitkräfte zugleich Stab der 1. mechanisierte Division wird am 1996 in Saive bei Lüttich stationiert sein.


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