Fahrradumbau zu E-Bike

Liebe Leser und liebe Leserinnen, heute möchte ich euch von einem besonderen Projekt berichten. Es geht heute mal nicht um ein Ausflug in ein Museum sondern um einen Fahrradumbau. Ich fokussiere mich seit zirka 5 Monaten mehr auf meine Gesundheit und dazu gehört eben nicht nur eine gesunde und ausgewogen Ernährung sondern auch gesunde Bewegung. So habe ich mich entschlossen nicht nur in ein Fitnessstudio zu gehen sondern auch Ausdauersport zu betreiben. Das effektivste ist für mich das Radfahren, denn ich kann Sport mit kostengünstigen Fortbewegen kombinieren. Zudem ist Radfahren das effektivste Fortbewegungsmittel denn zirka 80% der investierten Energie wird effektiv genutzt. Anfangs war es eine wirkliche Herausforderung für mich, denn ich hatte eine ziemlich bescheidene Ausdauer und zudem wohne ich auf einem Berg was die Heimreise manchmal zu einer Qual machte. Auch wenn sich meine Kondition nach und nach gebessert hatte war es dennoch sehr Zeit aufwendig. Also beschloss ich mich mein Fahrrad mit einem Elektromotor auf zu rüsten. Ich möchte euch hier einen Einblick in das Projekt gewähren.

Zunächst wog ich in der Planungsphase ab, ob es sich lohnt ein herkömmliches Fahrrad umzubauen oder gleich ein neues/gebrauchtes E-Bike zu kaufen. Ich entschied mich gegen den Kauf da ich Spaß an der Technik habe und auf dem Gebiet auch etwas versiert bin. Zudem hoffte ich auch etwas Geld einsparen zu können da neue E-Bikes schon relativ teuer sein können. Gebrauchte E-Bikes konnte ich ebenfalls schnell ausschließen da ich die Befürchtung hatte, dass der Akku gelitten haben könnte und ich somit einen Fehlkauf tätigen könnte. Generell finde ich die Innovation der E-Bikes eine super Sache. Es zeigt wieder einmal, dass der Wandel der Zeit und der Fortschritt nirgends spurlos vorüber geht. Bereits vor dem 18. Jahrhundert wurden die ersten Laufräder entwickelt, mit der industriellen Revolution kam dann das französische Hochrad (1878):

Hochrad

Gegen 1884 kam das erste Rad mit einem Rohrrahmen, vergleichbar mit einem modernen Rad wie wir es heute kennen. Erstaunlicherweise ging das erste E-Bike bereits 1995 in Serienfertigung, produziert von dem Schweizer Unternehmen Velocity (heute Dolphin E-Bikes). Heute gibt es E-Bikes in jeglicher Kategorie, Mountainbikes, Hollandrad, etc.

Nun zum Umbau, ich fertigte mir einen Plan mit allen Bereichen und Aufgaben. Dazu zählte, dass die Bremskraft und die Rahmenstabilität ausreicht und Motor bzw diverse Elektrik. Ich entschied mich für ein Umbausatz, diese bekommt man preiswert und ich bin mit meinem wirklich zu Frieden. Mein Tipp: Bei Interesse einfach mal googlen und nach Bewertungen auswählen(Oder hier klicken). Viele vernachlässigen die Bremsen bei einem solchen Projekt, doch das kann sehr gefährlich werden, also griff ich zu guten, getesteten Bremsen. 

Nun hatte ich fast alles um den Umbau zu starten, aber mir fehlte eine Winkelbohrmaschine um Halterungen für den Motor zu bohren. Winkelbohrmaschine deshalb, weil man mit einer normalen Bohrmaschine nicht ausreichend Platz hat um sauber platzierte Bohrungen vor zu nehmen. Da ich direkt eine ordentliche Maschine haben wollte, entschied ich mich für ein Gerät der Marke Makita. Geräte/Werkzeuge dieser Marke sind auch oft bei Bauunternehmen im Einsatz zu finden, was natürlich für die Qualität spricht. Hier ein Bild, damit jeder weiß wovon ich spreche:

Makita Winkelbohrmaschine

Nun ging alles ziemlich schnell, da eine sehr gut verständliche Anleitung bei dem Umbausatz beigefügt war und ich alles nötige besaß. Die Winkelbohrmaschine hat ihren Job perfekt gemacht und die Bohrungen waren absolut präzise, das hat mir natürlich viel Verärgerung erspart. Als ich mit dem Projekt zum Ende kam und die erste Testfahrt machte, war ich sehr aufgeregt. Denn man ist nun deutlich schneller unterwegs und ob ich alles richtig gemacht hatte wurde auf die Probe gestellt. Es war zunächst ein komisches Gefühl mit dem „alten“, herkömmlichen Fahrrad nun wie von Geisterhand angetrieben, den Berg hoch zu schnellen (Berg hoch, 25 km/h bei voller Unterstützung). Doch alles funktionierte tadellos. Die Ladezeit des Akkus ist ebenfalls überschaubar (zirka 6 Stunden). Abschließend lässt sich sagen, dass sich das Projekt vollkommen bezahlt gemacht hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich habe rund 800€ gespart im Gegensatz zu einem ordentlichen E-Bike. Ich würde jedem dazu raten, denn selbst Menschen die nicht Technik versiert sind, können das problemlos schaffen. Es gibt auch Anleitungen auf YouTube.

Also ran ans Rad meine Lieben, bis Bald und alles Gute, euer Peter.