Liebe Blogleser und Leserinnen,

Heute soll es noch einmal um die Fällarbeit gehen. Im letzten Beitrag berichtete ich von meinem neuen Pickup-Kran, mit diesem Kran kann ich nun das Holz sehr angenehm und zügig auf den Pickup verladen. Die Winterzeit steht bevor und die Anfrage in der Region verstärkt sich enorm. Der Förster ist mittlerweile zu einem Freund geworden, und es hat sich etwas geändert. Normalerweise fällte der Förster die Bäume und mein Nachbar und ich schnitten die Stämme in passende Stücke um sie verladen zu können. Inzwischen haben wir die Erlaubnis bekommen, gekennzeichnete Bäume selber zu fällen. Dazu haben wir einen Tipp von dem Förster bekommen. Wir sollten uns einen Fällheber anschaffen, diesen haben wir bereits bei dem Förster im Einsatz gesehen. Das ist eine wirkliche Hilfe für das Fällen von Bäumen, wie genau der Fällheber hilfreich ist erfahrt ihr weiter unten im Beitrag.

Wenn man sich einmal überlegt wie mühselig die Fällarbeiten früher doch waren. Nur mit einer Axt bewaffnet wurden riesige Bäume gefällt und dann per Hand zurecht geschlagen. Unvorstellbar heutzutage, nicht nur weil es eine enorm anstrengende Arbeit ist, sondern auch weil es so viel länger dauern würde. Früher hätte es mindestens eine Stunde gedauert um einen Baum mit einem Durchmesser von 50 Zentimeter zu fällen, heute ist dies innerhalb von wenigen Minuten möglich. Und das ohne großartig ins schwitzen zu kommen.

Doch Fällarbeiten bergen auch ernst zu nehmende Gefahren. Wenn der Baum nicht in die gewünschte Richtung kippt, kann es schnell zu sehr schweren bis tödlichen Verletzungen kommen. Also sollte man sich gut vorbereiten. Wenn mein Nachbar und ich in den Wald fahren, haben wir stets eine Schnittschutzhose und Gesicht- inklusive Gehörschutz an. Natürlich haben wir dann noch eine Kettensäge dabei und inzwischen den genialen Fällheber. Wenn man sich als Laie am fällen versucht, kann das Werkzeug ebenfalls schnell Schaden nehmen. Insbesondere bei dem Einsatz von einem Fällheber.

Fällheber

Im Prinzip ändert sich nicht viel an der Vorgehensweise, jedoch wird der letzte Schritt wesentlich kontrollierter und damit sicherer. Der Fällschnitt wird immer noch zu 75% von der Motorsäge übernommen, aber dann wird der Fällheber angesetzt und der Baum somit kontrolliert gestürzt. Man sollte darauf achten, dass der Fällheber nur wie gedacht bei Bäumen mit einem Durchmesser von maximal 25 Zentimetern funktioniert, aber das passt in unserem Fall zu 90%. Bei dem Fällschnitt darf der Fällheber nicht auf gleicher Höhe angesetzt werden wie die Fällkerbe, denn dann kann das Werkzeug beziehungsweise die Motorsäge Schaden nehmen.

Die Technik der Fällarbeit hat sich wie schon angemerkt, drastisch geändert. Zuerst waren es noch Äxte, dann Motorsägen und schließlich riesige Maschinen. So ein Fällkran kann einen Baum innerhalb von 1 Minute komplett Fällen und alle Äste entfernen. Hier ein Video zu so einem Verfahren, einige kennen diese monströsen Maschinen bereits, aber ich finde es trotzdem erwähnenswert:“https://www.youtube.com/watch?v=F4sMDrN7lQI„. Das wäre früher unvorstellbar! Hier mal ein Vergleich, wie lange es dauert einen deutlich dünneren Baum mit einer Axt zu fällen:“https://www.youtube.com/watch?v=G-kM-XfcmW0„.

Letztendlich lässt sich sagen, bei kleineren Fällarbeiten wo man immer noch mit einer Motorsäge arbeitet, ist ein Fällheber wirklich zu empfehlen. Jedoch sollte man dabei auf einen ausreichend langen Hebel achten um den Rücken zu schonen. Zudem sollte man sicherstellen dass man auch sonst genügend ausgerüstet ist (Schnittschutzhose, Gesichtschutz, usw.). Außerdem sollte man sich über die Vorgehensweise informieren, wie man einen Fällschnitt ansetzt und wie man mit einem Fällheber umgeht. Also für uns, in einer ländlichen Gegend und einem mit Holz beheizten Haus, optimal. Insofern man auch eigenständig Bäume fällen darf. Diese Jahr wird der Fällheber noch 1 bis 2 Mal zum Einsatz kommen. Denn die aktuellen Temperaturen sind niedriger als erwartet, sodass wir schon jetzt teilweise heizen müssen. Also noch mal in den Wald und ein paar Bäume fällen, aber ich bin gerne in der Natur.

Im nächsten Beitrag werde ich euch von meinen besonderen Projekt berichten. Also seit gespannt meine lieben Blogleser!

Bis bald, euer Peter

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